Familienbotschaft MV - Infoportal für Familien in Mecklenburg-Vorpommern

Anträge für Familien

 

Ein leidiges Thema? Das muss nicht sein wenn man weiß, welche Behörde was leistet und wo man den Antrag stellen muss. Ob BAföG und Elterngeld, Wohngeld oder Unterhaltsvorschuss – mit der richtigen Adresse kommen Sie schneller ans Ziel.

Mit dem Informationstool Familienleistungen vom Bundesfamilienministerium können Sie in wenigen Schritten ermitteln, auf welche Familienleistungen oder -hilfen Sie oder Ihre Familie voraussichtlich Anspruch haben. Auch auf die Frage, wo und wie diese beantragt werden können, gibt das Tool Antwort. Das spart eine Menge Zeit.

Neben der Information über Familienleistungen wird das Bundesfamilienministerium auch die Beantragung von Leistungen vereinfachen. Ganz im Sinne des digitalen Familienministeriums wird es noch in diesem Jahr Schritt für Schritt möglich werden, Elterngeld als erste familienpolitische Leistung online zu beantragen

 

 

BAFÖG

Schülerinnen, Schüler und Studierende können während ihrer Ausbildung eine finanzielle Unterstützung des Staates erhalten. Das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) unterstützt junge Menschen dabei, ihre Ausbildung an Schulen und Hochschulen zu absolvieren und gleichzeitig ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

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Betreuungsunterhalt

Unter Betreuungsunterhalt versteht man in erster Linie eine Geldleistung zwischen zwei getrennt lebenden Elternteilen eines gemeinsamen Kindes. Betreuungsunterhalt erhält dabei der Elternteil, der das Kind betreut. Es ist grundsätzlich unerheblich, ob die Eltern verheiratet waren oder nicht. Die Regelungen zum Betreuungsunterhalt gelten also für eheliche und uneheliche Kinder gleichermaßen und sind unabhängig vom Kindesunterhalt. Diesen muss der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, ohnehin zahlen. Der Anspruch auf Betreuungsunterhalt gilt generell von der Geburt bis zum dritten Geburtstag des Kindes. In dieser Zeit ist der betreuende – und somit unterhaltsberechtigte – Elternteil nicht dazu verpflichtet, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

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Bildungs- und Teilhabepaket

Bedürftige Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch aufs Mitmachen! Das Bildungspaket für bedürftige Kinder wird rückwirkend zum 1. Januar 2011 gewährt. Eine Erstattung bereits in 2011 in Anspruch genommener Leistungen ist möglich. Rückwirkende Anträge können bis zum 30. April 2011 bei den jeweiligen Kommunen bzw. zuständigen Jobcentern gestellt werden.


Kinder aus Familien, die Sozialgeld oder ggf. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten, profitieren vom Bildungspaket und können die Leistungen in Anspruch nehmen.

Das Bildungspaket beinhaltet einen u. a. einen Zuschuss zum Mittagessen in Kita, Schule und Hort, eine Lernförderung sowie Unterstützung bei Schulbedarf und Ausflügen.

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Elterngeld / ElterngeldPlus

Das (Basis)Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung für Familien nach der Geburt eines Kindes. Es wird an Mütter und Väter für maximal 14 Monate gezahlt. Ein Elternteil muss dabei mindestens zwei und kann höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. In diesem Rahmen können sich Mutter und Vater den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ergänzend gibt es einen Partnerschaftsbonus: Teilen sich Vater und Mutter die Betreuung ihres Kindes und arbeiten parallel für mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate ElterngeldPlus.

 

ElterngeldPlus kann für ab dem 1. Juli 2015 geborene Kinder beantragt werden. Das ElterngeldPlus unterstützt Eltern, die in Teilzeit arbeiten wollen. Ein (Basis)Elterngeldmonat wird zu zwei ElterngeldPlus-Monaten. Die Bezugszeit verdoppelt sich. Jedoch beträgt das ElterngeldPlus höchstens die Hälfte des (Basis)Elterngeldes das zustünde, wenn während des Bezuges keine Einnahmen bestehen.

Mit Hilfe des  Elterngeldrechners können Sie beispielhaft die Höhe des Elterngeldes errechnen, das Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Einkommenssituation zusteht.

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Familienpflegezeit

Mit dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, wurden die bestehenden Regelungen im Pflegezeit und im Familienpflegezeitgesetz miteinander verzahnt und weiterentwickelt. Neu ist insbesondere die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Familienpflegezeit, das heißt auf eine teilweise Freistellung von bis zu 24 Monaten bei einer Mindestarbeitszeit von15 Wochenstunden. Auf der Internetseite www.wege-zur-pflege.de können alle wichtigen Informationen dazu abgerufen werden.

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Kindergeld

Für alle minderjährigen Kinder (bis 18 Jahre) wird vom Staat Kindergeld gezahlt - in einigen Fällen auch darüber hinaus. In Mecklenburg-Vorpommern sind die so genannten Familienkassen bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit zuständig für die Bearbeitung der Anträge und die Auszahlung des Kindergeldes.

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Kinderunterhalt

Jedes Kind hat von Geburt an Anspruch auf Unterhalt. Bei Alleinerziehenden hat der abwesende Elternteil den so genannten Barunterhalt zu leisten. Die Höhe des Unterhalts bemisst sich nach dem Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils und dem Alter des Kindes. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Düsseldorfer Tabelle, die Berliner Tabelle und die Leitlinien des Oberlandesgerichtes Rostock bzw. die Leitlinien der übrigen Oberlandesgerichte maßgebend. Antragsformulare sind beim zuständigen Familiengericht erhältlich.

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Kinderzuschlag

Viele erwerbstätige Eltern brauchen den Kinderzuschlag als zusätzliche finanzielle Unterstützung, weil ihr Einkommen nicht ausreicht, um den Unterhalt ihrer Familie zu sichern. Die Mindesteinkommensgrenze beträgt für Elternpaare 900 Euro, für Alleinerziehende 600 Euro. Der Kinderzuschlag muss schriftlich bei der Familienkasse der zuständigen Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Bei Fragen zur Antragstellung und zu ihrem konkreten Einzelfall wenden Sie sich am besten persönlich an die für Ihren Wohnort zuständige Familienkasse.

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Kindertagesförderung

Ab dem 1. August 2012 gibt das Land Mecklenburg-Vorpommern für Kinder unter  drei Jahren, die in Kinderkrippen oder bei Kindertagespflegepersonen gefördert werden, einen Zuschuss zu den Beiträgen, die Eltern zu zahlen haben. Für die Entlastung von Elternbeiträgen für diese Kinder müssen Sie keinen Antrag stellen, weder beim Landesamt für Gesundheit und Soziales noch beim zuständigen Jugendamt.

Der Elternbeitrag beziehungsweise die Kosten für den Besuch einer Kindertageseinrichtung (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort) oder einer Tagespflegestelle kann vom örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe ganz oder teilweise übernommen werden, wenn den Eltern die finanzielle Belastung nicht zuzumuten ist. Die Kostenübernahme ist abhängig vom Einkommen.

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Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld ist eine Lohnersatzleistung und dient zur finanziellen Absicherung während der Mutterschutzzeit (in der Regel sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt). Sind werdende Mütter gesetzlich versichert, so ist ihre Krankenkasse der richtige Ansprechpartner; bei einer privaten Krankenversicherung oder einem 400-Euro-Job ist die Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes zuständig.

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Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende, die vom anderen Elternteil keinen oder einen zu geringen Unterhalt für ihre Kinder bekommen, können Unterhaltsvorschuss erhalten - auch bei ungeklärter Vaterschaft. In Mecklenburg-Vorpommern sind die örtlichen Jugendämter in den Landkreis- bzw. Stadtverwaltungen zuständig.

 

Derzeit gelten bundesweit folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

  • Für Kinder von bis 5 Jahre monatlich: 150 Euro
  • Für Kinder von 6 bis zu 11 Jahre monatlich: 201 Euro
  • voraussichtlich ab Juli 2017 für Kinder von 12- bis 17 Jahren 268 Euro

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Weitere Informationen zu Leistungen und Hilfen für Familien finden Sie auch auf den Seiten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales M-V(LAGUS) oder im Familienratgeber MV online.