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Mit Kompetenz-App können Eltern Soft-Skills benennen


Eltern, Führungskräfte und Unternehmer können mit einer jetzt entwickelten Kompetenz-App die von Beschäftigten informell erworbenen Kompetenzen wie etwa Elternkompetenzen neu wertschätzen und betrieblich nutzbar machen. Diese neue Herangehensweise an das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie führt nach Ergebnissen der Pilotstudie des WorkFamily-Instituts und der Goethe-Universität zu erhöhter Arbeitgeberattraktivität, Employability und Produktivität und ist ein wichtiger Faktor des Unternehmenserfolgs wie auch der Mitarbeiterzufriedenheit.

An der Pilotstudie „Bewusstseinsbildung zum Wert von Familie für das Unternehmen“ nahmen von September bis Oktober 2018 23 Mitarbeitende und Führungskräfte aus 7 Unternehmen teil. Gefördert wurde das Projekt vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und von der hessenstiftung – familie hat zukunft, die damit eine Empfehlung der Kommission „Hessen hat Familiensinn“ umsetzten. Die Probanden setzten die Kompetenz-App „be:able“ an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein, um alltäglich angewendete Soft-Skills besser benennen und im Unternehmen einsetzen zu können. Dazu mussten sie erstens einschätzen, wie gut ihnen die jeweilige Kompetenz gelingt. Zweitens war gefragt, ob diese Kompetenz sie zu einer besseren Mitarbeiterin oder einem besseren Mitarbeiter macht. Drittens war zu beantworten, ob sie diesen Soft-Skill weiter trainieren möchten.

Obwohl alle teilnehmenden Unternehmen bereits eine ausgeprägte familienorientierte Unternehmenskultur aufwiesen, führte der Einsatz der Kompetenz-App zu einer weiteren Steigerung in den Unternehmensmerkmalen „Identifikation mit dem Unternehmen“, „Identifikation mit dem Team“. Kritischer schätzten die Teilnehmer Unternehmensmerkmale wie „Vorgesetztenverhalten“ und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ein. Die Projektverantwortlichen führen dies auf die durch das Projekt erhöhte Sensibilisierung zum Thema Vereinbarkeit zurück. Bei weiteren Anwendungen in hessischen Großunternehmen soll der Einsatz der Kompetenz-App in 2019 weiterentwickelt und erforscht werden.

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