Familienbotschaft MV - Infoportal für Familien in Mecklenburg-Vorpommern

8. landesweites Netzwerktreffen der "Familienbotschaft-MV"

 

"Integration von geflüchteten Familien - Chancen und Herausforderungen für Einrichtungen der Familienarbeit in Mecklenburg-Vorpommern"

 

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, ist seit 2015 deutlich gestiegen. Unter den geflüchteten Menschen befinden sich viele Familien und im Vergleich zur deutschen Gesellschaft überdurchschnittlich viele junge Menschen und kleine Kinder. Die Integration der Flüchtlinge – und insbesondere auch der geflüchteten Familien – ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Fachkräfte der (frühen) Bildung und Familienbildung, spielen eine wichtige Rolle, um geflüchtete Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, in Deutschland anzukommen und sich zu integrieren.

 

Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Familienferienstätten und andere Bildungseinrichtungen sehen sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen und infolge der Zuwanderung einer stets wachsenden Verschiedenheit an Familienstrukturen, Familientraditionen und Familienbedürfnissen gegenüber. Die Einrichtungen fühlen sich herausgefordert, die unterschiedlichen Bedarfe von Familien feinfühlig und möglichst passgenau zu beantworten.

 

Auf der 8. Netzwerkkonferenz der Familienbotschaft-MV am 15. Juni 2017 im Mehrgenerationenhaus "T'winkelhus" in Rostock wurde das Thema mit regionalen und überregionalen Expertinnen und Experten diskutiert.

 

... Willkommen ...

Die Schirmherrin der Familienbotschaft-MV und Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung MV, Stefanie Drese, richtete zum Beginn der Veranstaltung ihr Grußwort an die engagierten Fachexpertinnen und Fachexperten vor Ort. Die Integrationsbeauftragte des Landes MV, Dagmar Kaselitz, schloss sich mit einem Grußwort an und stellte sich und ihr Aufgabengebiet den Teilnehmenden vor.

 

... das neue Gesicht der Familienbotschaft-MV ...

Die Familienbotschaft feiert in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag. Am 19. Juli 2007 hat Herr Sellering, als damaliger Sozialminister, in Bergen auf Rügen die Familienbotschaft freigeschaltet. Während die Kinder und Jugendlichen heutzutage mit Smartphone, Tabelt oder neuerdings mit einem Fidget Spinner beschenkt werden, "beschenken" wir uns mit einem neuem und frischem Layout der Familienbotschaft-MV. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren die Ersten, welche einen Blick auf das neue Gesicht der Familienbotschaft werfen konnten.

 

... die Fachexpertin - Daniela Kobelt Neuhaus ...

Daniela Kobelt Neuhaus ist Geschäftsführerin und für die Inlandsarbeit der Karl Kübel Stiftung zuständig. Dazu gehören die drei deutschen Bildungsinstitute der Stiftung, die operativ arbeitende Abteilung Inland und Kommunikation sowie die Geschäftsführung der Hessenstiftung „familie hat zukunft“. Seit vielen Jahren betrachtet Frau Kobelt Neuhaus die Sensibilisierung von Gesellschaft und Politik für Qualität in Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern als eine ihrer zentralen Aufgaben. Dazu gehört die frühe und chancengerechte Bildung für alle Kinder ebenso wie die Entwicklung und Sicherung der Qualität in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von sozialpädagogischen Fachkräften.

 

Der Fachvortrag "Vielfalt begrüßen. Bildungs- und Willkommensorte sichern Familienchancen!" war reich an Informationen, Erfahrungswerten und Anregungen!

 

... Willkommen bei Freunden - Marion Zirngibl ...

Das Programm „Willkommen bei Freunden“ beschäftigt sich u.a. mit den Fragestellungen: Wie kann ein gutes Ankommen von geflüchteten Kindern, Jugendliche und deren Familien gelingen? Was benötigen Kommunen, Verwaltung und die Praxis, um diese Aufgabe gut zu gestalten? Und welchen Beitrag können Stiftungen zur Unterstützung leisten. Die Deutsche Kinder und Jugendstiftung setzt das Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden" in MV um und unterstützt Kommunen dabei, gute Bedingungen für neu Zugewanderte zu schaffen. 

 

... inspiriert und mitgemacht ...

In den drei Workshops wurden die Themen "Integration von geflüchteten Familien" aufgenommen und angeregt diskutiert.

 

Workshop 1: Die Workshop-Teilnehmenden lernten Praxisbeispiele aus Hamburg und Hessen kennen und diskutierten über Möglichkeiten und Methoden, um die Fremdheit zu überwinden und Vertrauen aufzubauen.

Workshop 2: Die Workshop-Teilnehmenden arbeiteten mit der Methode der Akteursanalyse und erarbeiten mit welchen Partnerinnen und Partnern Sie passgenaue Angebote entwickeln und umsetzen können, wen Sie als Unterstützer brauchen und mit welchen Methoden und Angeboten Sie die unterschiedlichen Familien erreichen.

Workshop 3: Folgende Fragestellungen: „Was ist unter Elternbegleitung und Elternberatung zu verstehen?“, „Welche Erfahrungen wurden in den letzten Jahren gesammelt?“, „Was gilt es in der Elternbegleitung mit Blick auf die Zielgruppe geflüchteter Familien zu beachten?“ standen im Mittelpunkt der Workshoparbeit.

 

... die "Familie" vergrößert sich ...

Mit dem neuem Bundesprogramm "Mehrgenerationenhäuser" gibt es auch in unserem Bundesland fünf "Neulinge". Drei von Ihnen haben sich mit ihrem Profil eindrucksvoll vorgestellt.