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Startschuss für die "Papa-App" an der Universitätsmedizin Greifswald


PapalapApp - die Papa-App ist eine Initiative der Unimedizin Greifswald, die für Führungskräfte die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erlebbar machen soll. Schaffe ich es, mein Kind rechtzeitig von der Kita abzuholen? Wie organisiere ich eine Kinderbetreuung für meinen nächsten Nachtdienst? Was mache ich, wenn die Kita anruft und mich bittet mein Kind abzuholen, weil es hohes Fieber bekommen hat?

 

Universitäre Medizin ist auch aus Sicht der Gleichstellung ein herausforderndes Feld. Junge Ärzte, die sich sowohl ihrer Facharztausbildung als auch der Forschung und Lehre widmen möchten, finden häufig nicht ausreichend Zeit für ihre Familie. Ebenso geht es den Frauen und Männern in der Pflege, die mit dem Schichtdienst vor der Familiengründung noch gut zurechtkamen. Und trotzdem wagen viele den Schritt der Familiengründung und mehr und mehr Paare nehmen die Familienaufgaben paritätisch wahr. Damit geraten nun nicht nur Mütter, sondern auch immer häufiger Väter in die klassischen Alltagskonflikte rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Das Familienleben hat sich verändert
„Die Idee zur App kam in der alltäglichen Gleichstellungsarbeit, in der immer noch unterschiedliche Lebenswelten aufeinanderprallen“, so Dr. Astrid Petersmann. „Das Familienleben hat sich erfreulich gewandelt, Väter übernehmen heute viel mehr Verantwortung. Allerdings treffen im Klinikbetrieb auch verschiedene Generationen aufeinander und früher war es in der Regel üblich, dass die Frau dem Mann den Rücken freigehalten hat. Unser Anliegen war eine spielerische und konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema, um auch den älteren Führungskräften die veränderten Rahmenbedingungen für ein modernes Familienleben nahezubringen.“

Inhaltlich entwickelt wurde die App durch Mitarbeitende im Gleichstellungsbüro und weitere ehrenamtliche Kräfte. Umgesetzt hat das Projekt das Unternehmen Rocket-Apes aus Essen (Nordrhein-Westfalen). Die finanziellen Mittel konnten mit Drittmitteln aus Vorträgen der Gleichstellungsbeauftragten in der Laboratoriumsmedzin und dank der Unterstützung durch den Leiter der Unfallchirurgie, Prof. Axel Ekkernkamp, aufgebracht werden. Schon vor der Inbetriebnahme ist das Interesse an der App groß, so dass geplant ist, weitere Universitätsmedizin-Standorte zuzuschalten.

 

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